Eine Barbie für Ken

Gute Nachrichten für Ken Jebsen von Radio Fritz: Zum einen darf der Mann, der „weiß, wer den Holocaust als PR erfunden hat“, seine bahnbrechenden Erkenntnisse nun wieder mit seinen jungen Hörern teilen. Zum anderen hat der investigative Journalist ganz offensichtlich nicht nur Glück im Spiel, sondern ebenso in der Liebe, denn im fernen Schweden ist jetzt auch noch eine passende Barbie aufgetaucht, die für den kritischen Ken wie geschaffen ist. Zwar ist die Dame nicht so blond wie Agnetha Fältskog von ABBA oder Barbie selbst, dafür jedoch verfügt sie ebenso wie Ken über einen Kopf, in dem sich pausenlos „kritisches Denken“ abspielt. Dabei treten dann zuweilen recht abenteuerliche Dinge zu Tage, wobei sich Ken und Barbie jedoch in einem Punkt völlig einig sind - und der wäre, man höre und staune: die Juden.

Nun kann Kens Barbie, die übrigens auf den Namen Gina Dirawi hört sowie palästinensischen Ursprungs ist, zweifellos eine beachtliche Karriere vorweisen. Mit gerade mal 20 Jahren hat Barbie Gina im idyllischen Schweden bereits einiges erreicht, denn im Gegensatz zu ihrem Herzblatt Ken (45) verdient sich Fräulein Dirawi ihr Taschengeld nicht nur von dem Mikro, sondern auch dauerhaft vor der Kamera des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Gina kann also völlig zurecht als Shooting-Star bezeichnet werden, weshalb sie bereits mit mehreren Awards geehrt wurde, wohingegen ihr deutsch-iranischer Kollege Ken sich leider noch ein Jahr gedulden muss, bis ihm der längst überfällige „BAMBI für Integration“ verliehen wird.

Jetzt muss sich der kritische Ken natürlich fragen, wie Barbie all das in solch kurzer Zeit geschafft hat. Des Rätsels Lösung finden wir in den Weiten des Web 2.0, genauer gesagt auf dem „Ana Gina Blogg“, wo Kens potentielle Traumfrau seit geraumer Zeit öffentlichkeitswirksam ein Tagebuch führt, welches ihr zugleich als Karrieresprungbrett in Richtung Rundfunk diente. Und da Gina sowohl jung und weiblich als auch überaus kritisch ist, kann der interessierte Leser dort nicht nur ihre erlesene Schuhkollektion sowie zahlreiche Portraits, sondern auch wegweisende Gedanken zur Lösung des Nahostkonflikts bestaunen. Dort redet sie Tacheles und klärt schonungslos über Israel, „the biggest terrorist”, auf:

“Israel has time and again abused, murdered, thrown out innocent Palestinians from their homes and everybody is silent.”

“I don't understand how people who experienced the Holocaust can do the same to other people, and the world just looks on. This is the new Holocaust!”

“Israel imitates Hitler“  oder auch „Israel guilty of Holocaust!“

Zweifellos ist Barbie also nicht nur kritisch, sondern steht ihrem Seelenverwandten Ken, ebenfalls eine Koryphäe auf dem Gebiet der Holocaustforschung, in nichts nach. All das muss zugleich auch die schwedische Medienelite vor Begeisterung restlos vom Hocker gehauen haben, weshalb die couragierte Bloggerin dafür nicht nur ganz schnell mit Web-TV- und Radio-Shows beim öffentlich-rechtlichen „SVT“ belohnt wurde, sondern nun auch den schwedischen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest moderieren darf. Und während der RBB sich erdreistete, KenFM aufgrund kursierender Antisemitismus-Gerüchte zunächst kurzzeitig abzuschalten, nimmt man die Sache mit den Juden in Schweden wesentlich gelassener: Dort zitiert man die kritische Dame wegen ihrer Äußerungen zum „crisis meeting“, unterhält sich bei einem Käffchen über das kommende „Melodifestivalen“ und rät ihr, sich von ihren Äußerungen zu distanzieren. Das tut Barbie natürlich unmittelbar, nicht jedoch, ohne auf ihrem Blog klarzustellen, dass sie zwar nicht die Juden beleidigen wollte, dafür jedoch nachwievor die israelische Regierung, die Gina zufolge pausenlos die Menschenrechte der palästinensischen Bevölkerung (denn schließlich hat ja jeder ein Recht auf Terror) verletzt, kritisiert. Somit ist Barbie vielleicht verrückt, aber sicher keine Antisemitin.

Insofern kann man den öffentlich-rechtlichen Anstalten zu ihrer gelungenen Entscheidung wirklich nur gratulieren. Wer weiß, vielleicht ergibt sich in naher Zukunft ja mal die Chance auf deutsch-schwedische Kooperation: Ken und Barbie könnten beispielsweise gemeinsam den Eurovision Songcontest moderieren, wobei Deutschland freilich den Integrationsfachmann Bushido ins Rennen schicken würde, der dann vor ganz Europa die Vergasung homosexueller Mitmenschen besingen dürfte. Übergeben würde der Preis von Henning Mankell und Inge Hoeger, die sich ja bereits letztes Jahr an Bord der Gazaflotte kennen gelernt gehaben. Und sollte die kritische Barbie irgendwann keine Lust mehr auf Schweden haben, so ist sie in Deutschland freilich jederzeit herzlich willkommen.



Kommentare:

  1. Aber wo bleiben die Informationen für das Unterschichtenfernsehen?
    Was die Leute wissen wollen, ist doch: war sie schon einmal mit Bambi intim, oder hat sie doch ganz spießerisch nur einen Hirsch?

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  2. Das diese junge Frau solche Dinge in ihrem Blog verbreiten darf, wäre ja noch hinnehmbar. Da kann sich dann ja jeder selbst ein Bild davon machen, wes Geistes Kind dort schreibt.

    Wobei die Dame offenbar Positionen vertritt, mit denen man in Schweden diesbezüglich nicht weiter aneckt. Henning Mankell hat ähnliche Dinge, wenn auch etwas "moderater", ja auch schon zum Besten gegeben.

    Und woher eine solche Haltung kommt, ähnlich wie Herrn Jebsen, ist wohl auch nicht weiter verwunderlich.

    Da haben Papa oder auch Mama, oder auch beide, ganze Arbeit geleistet. Es braucht nicht immer den ganzen Tag Hisbollah- oder Hamas-TV, damit die Leute anfangen dummes Zeug zu erzählen.

    Eine kleine Predigt am morgendlichen Frühstückstisch tut es offenbar auch.

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  3. Rethorische Aufsatzform, bitte nochmal dran arbeiten. Der Stil sollte flüssiger werden und die Bilder noch eigenständiger.

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  4. Nun ja, bevor man eine solche Hetzschrift verfasst, sollta man doch mal nachdenken, was Ken Jebsen eigentlich gesagt hat, bzw. was der Herr H.M.Broder aus dem Zusammenhang
    riss. Ken Jebsen leugnet nicht den Holocaust oder ähnlich schlimmes, nein, er legt im Grunde die Mechanismen der Propaganda des dritten Reiches dar. Wer auch nur einmal KenFm gehört hat, weiß,dass er gerne provoziert, jedoch der Vorwurf, er würde den Holocaust leugnen, ist, ABSURD!
    Hier sein Statement: www.kenfm.de/podcast/kenfm_2011_kw45_statement.mp3

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  5. Hab noch nie KenFM gehört, deshalb die Frage zu dem Statement (mp3): redet der immer so, d.h. moderiert er so seine Sendung? Das klingt ja grauenhaft. (das meine ich mal ganz unabhängig vom Inhalt.)

    Schade, dass er in dem Statement nicht das ,aus dem Zusammenhang gerissene Zitat' wiederholt hat. So bleibt es alles etwas schwammig.

    "meine Zielgruppe bleibt ....... der Mensch."
    :D

    LG
    Nina

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  6. Nein, er redet eigentlich wahnsinnig schnell.
    schau mal auf dem youtube channel nach: http://www.youtube.com/user/KenFM2008

    das zitat lässt sich nciht mehr eindeutig finden, denn die seite von broder achgut.de alle artikel, die von jebsen handeln, geändert oder gelöscht wurden.
    aber das hier ist angeblich ein brief von jebsen an broder: http://www.freitag.de/community/blogs/siegstyle/ken-jebsen-antwortet-broder


    jedoch ist das unwahrscheinlich,da, wenn du jebsen einmal sprechen gehört hast, feststellst(ich verweise auf den youtube-channel), dass er eine 1a grammatik hat. das zitat,dass das ganze ausgelöst hat, war in ähnlich schlechtem deutsch verfasst.

    schau wiiklich mal auf broders seite, da findest du solche zitate: "Wer an Diarrhoe leidet, muss zum Arzt. Wer von Logorrhoe geplagt wird, wird Moderator beim Jugendradio des RBB."
    Da fragt man sich, wer hier wen verleumdet.

    LG J

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  7. hallo Anonym, lies mal die Mail die Ken an den Hörer geschrieben hat. Die Tatsache, dass er sie geschrieben hat, wurde vom RBB bestätigt.
    Schau Dir nur mal in Ruhe den ganzen Vorgang an.
    Du kannst Deien Ablehnung gegenüber Broder behalten. Durch diese Ablehnung wird das Versagen von Ken nicht kleiner. Seine Demagogie auch nicht.

    MfG Paul

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  8. Anonym vom 15.11. 20:31

    Du musst etwas aufmerksamer lesen.
    Dein Link auf "Freitag" ist keine angebliche Antwort, sondern wenn Du dort in den Kommentaren ein bischen weitergelen hättest eine sehr gelungene Satire.
    Dazu musst Du Dir aber mal die Mail von Ken auf eine Hörerkritik ansehen.
    Diese Mail ist autentisch, wie inzwischen auf Nachfrage vom RBB bestätigt wurde.

    Ein Tipp: Schau auf der "Achse des Guten" auf Broder's Ausführungen und folge den dortigen Links.

    Was ist an dem "Wortdurchfall" schlecht oder falsch?
    Höre doch KenFM einfach mal zu.

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  9. Hallo Jennifer,
    bei dem ganzen rumgeschwurbel, ganz vergessen:

    Dein Artikel, wie immer großartig. Zuminsest entspricht er ganau meiner Meinung.

    Habe mich ausfürlich mit dieser ganzen sache beschäftigt.

    Entschuldige einige Unzulänglichkeiten. Habe leider mit Deiner Kommentarfunktion einige Scgwierigkeiten gehabt.
    So ganz beseitigt sind sie noch nicht, aber es wird schon.

    MfG Paul

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  10. "Nun ja, bevor man eine solche Hetzschrift verfasst, sollta man doch mal nachdenken, was Ken Jebsen eigentlich gesagt hat, bzw. was der Herr H.M.Broder aus dem Zusammenhang
    riss."

    Dann verstehen Sie erst einmal selber, was er sagte, bevor Sie dumm bleiben.

    "originalton Inhaltlich zutreffend wäre das. Der 45-jährige Jebsen, der jeden Sonntag im RBB-Jugendradio »Fritz« vier Stunden lang seine Kultsendung »KenFM« präsentiert, hatte in einer Mail an einen Hörer, der sich über seine kruden Thesen zum Nahostkonflikt beschwert hatte, unter anderem geschrieben: »ich weis wer den holocaust als PR erfunden hat. der neffe freuds. bernays. in seinem buch propaganda schrieb er wie man solche kampagnen durchführt. goebbels hat das gelesen und umgesetzt.«

    Übersetzt in ortografisch und syntaktisch richtiges Deutsch, soll das wohl heißen: Beim Völkermord an den europäischen Juden haben die Nazis sich ihre Hetzmethoden bei den Opfern selbst abgeguckt. Die sind somit an ihrem Schicksal zumindest teilweise selbst schuld.

    Außerdem weiß Ken Jebsen, dass auch Juden von ihresgleichen wenig halten: »henry kissinger selber jude hat für juden überhaupt nichts übrig. er hat selber gesagt als er von russischen juden gebeten wurde ihre ausreise nach israel zu ermöglichen, das für ihn zitat ›eine vergasung der russischen juden höstens ein ökonomisches problem sei‹.« Sprich, zwischen Nazis und Ju-
    den, jedenfalls solchen wie Kissinger (»was ist das grösste problem der juden? ihre führer«), gibt es eigentlich keinen moralischen Unterschied. Was man auch im Nahen Osten täglich sehen kann: »ich war in israel und habe mit holocaust opfern gesprochen. sie selber finden es widerwärtig was in ihrem namen passiert«. "

    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/11657

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  11. Teil 3:

    Den Streit zu Ihrer Brüskierung habe ich nun genau verfolgt. Es mag ja sein, dass der Hitzkopf Ken Jebsen mit der Äußerung “ich weis wer den holocaust als PR erfunden hat” sich unglücklich artikuliert hat. Und ich verstehe, dass Sie als direkt betroffener bei dem Thema emotional reagieren. Aber die gesamte Email von ihm zeigt doch sehr eindeutig, dass er nicht den Holocaust (wenn denn diese Bezeichnung denn gut gewählt ist...das hebräische Wort Schoah passt da doch besser) leugnet oder verleugnen will. Und leider hat er mit 90 % des Inhaltes seiner Email Recht. Und auch die Israelis nutzen das Instrument der Propaganda gezielt, wenn auch in der Weltwahrnehmung (wenn es denn eine Homogene gäbe...) oftmals nicht sonderlich erfolgreich.
    Ich finde Ihre Reaktion nicht gut und irgendwie lässt sie sich dann wieder in die typischen Reflexe einordnen, mit denen wir Deutschen den Themenbereich um Nationalstolz, Amerika- oder Israelkritik und
    Vergangenheitsbewältigung gern begegnen. Sie wollen immer schlau sein. Leben sie es bitte auch. - Ossietzky

    Henryk M. Broder machte… in der Vergangenheit insbesondere durch islamkritische Äußerungen von sich Reden.
    So lehnt er die Integration islamischer Migranten in Deutschland ab und musste sich bereits in der Vergangenheit mit seinen diesbezüglichen Äußerungen vor Gericht verantworten.
    Ken Jebsen hingegen macht sich in seinen Radiobeiträgen in satirischer Art und Weise für die Integration der islamischen Migranten stark:
    Zudem unterstützt er die Einrichtung des palästinensichen Staates.
    In diesem Zusammenhang betrachtet, entpuppen sich die Unterstellungen von Henryk M. Broder als genau genommener Angriff auf die islamische Integration und fallen bei genauer Betrachtung auf den Urheber der Unterstellung zurück. http://www.newscentral.de/vorwuerfe-gegen-ken-jebsen-grenzen-an-verleumdung-2335

    Broder schlug Jebsens Einladung, mit ihm öffentlich zu diskutieren, aus. Weil er ein Dickkopf ist und eingestehen müsste, mit seinem Anwurf, Jebsen sei ein Antisemit, den Falschen getroffen zu haben. Er hat es sich zu einfach gemacht und wegen eines uneindeutigen Satzes, der nie über den Äther lief, voreilig mehr als 500 Sendungen und einen Menschen verteufelt. Jebsen passte zu gut in sein Beuteschema. Als eifernder Konservativer stellt Broder am liebsten jede israelkritische Äußerung unter Antisemitismusverdacht. http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12217130/63629/Rechthaberei-Karim-Saab-meint-dass-sich-Henryk-M.html "

    Sollten Sie sich jedoch weiter verwehren, die Augen aufzumachen, weiter mich mit dumm zu beschimpfen und sich auch verwehren, andere,mindestens genau so offene, Sichtweisen zu akzeptieren, dann kann ich nur Jebsen zitieren:
    " ...Sie zu überzeugen, ist wie Jehovas Zeugen vom Glauben abzubringen."

    BTW: Mein letzter Eintrag, noch etwas schärfer formuliert, wurde gelöscht... So viel zum Thema Meinungsfreiheit...

    J

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  12. Sie sind eben nunmal dumm. Q.E.D. Ihr Problem und Tschüss.

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  13. Gina's blog ist auf einmal code wort geschuetzt. Vor wenigen Wochen durfte man Ihr noch nach LA und Hollywood folgen und ihre MTV Photographien bewundern.
    Gibt es andere Beweise das Gina und Ken ein Palestina- Paar sind?

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