Donnerstag, 24. Februar 2011

Deutschland braucht mehr Bunga Bunga – ein Plädoyer für Silvio Berlusconi.

 ++ACHTUNG ++ SATIRE ++

Deutschland ist außer Rand und Band. Allerorts fanden nun groß angelegte Fahndungen nach nicht vorhandenen Fußnoten statt, die anscheinend auch innerhalb der politischen Elite zu herbem Realitätsverlust führten. Anders kann man die völlig abstruse Aussage Sigmar Gabriels, wonach Freiherr zu Guttenberg eine Art „deutscher Berlusconi“ sei, jedenfalls nicht erklären. Meines Erachtens handelt es sich bei diesem Vergleich um eine handfeste Beleidigung, und zwar nicht für KT, sondern selbstverständlich für Berlusconi! Im Gegensatz zum Schummelbaron regiert il Maestro nämlich nicht nur eine läppische Bundeswehr, sondern ein Land, in dem politische Führungsqualität nicht in Fußnoten, sondern in der Anzahl von Bunga-Bunga-Parties pro Monat gemessen wird. Berlusconi selbst hätte in solch einer Situation einfach ein paar marokkanische Haremsdamen zur Friedensmission nach Bayreuth entsendet, zusätzlich einen großzügigen Scheck für die Kaffeekasse beigelegt und sich damit elegant aus der Affäre gezogen. Danach hätte er vielleicht noch vor laufenden Kameras einen markigen Knaller rausgehauen, wie z.B. „Es ist richtig. dass alle vor dem Gesetz gleich sind, aber ich bin gleicher, weil mich die Mehrheit des Volks gewählt hat." Das wiederum wäre ein Anlass für italienische Feministinnen gewesen, eiligst Plakate zu basteln und zu Protestkundgebungen gegen Chauvinismus im Amt aufzurufen. Und schwupps, schon würde wieder einig Ramba Zamba im Land, und Bunga-Bunga im königlichen Palazzo herrschen.

Freitag, 11. Februar 2011

Raus aus dem Quoten-Quatsch – in vier Schritten zur absoluten Gleichberechtigung!

Liebe Quoten-Frauen,

mit Spannung und großem Interesse verfolgte ich gestern Abend euren großen ZDF-Auftritt im Illner’schen Stuhlkreis. Polarisierend und vielversprechend klang sie, die Gesprächsrunde zum Thema „Ist dein Boss morgen 'ne Frau?“ – schließlich wurde euer Herzenswunsch, die Frauenquote nämlich, raus aus dem Parlament und mitten hinein in die Arena der medialen Eitelkeiten getragen. Wer dabei jedoch neue Erkenntnisse oder gar die Lösung aller Probleme erwartete, wurde bitter enttäuscht. Stattdessen bot sich eine überflüssige Gesprächstherapie, die in einen folgenlosen Austausch bekannter Position mit gehörigem Schuss Selbstmitleid und Opferattitüde mündete. Irgendwas macht ihr also falsch, Mädels! Da mich euer Anliegen dennoch nicht losließ, habe ich mir ein paar Gedanken darüber gemacht, wie das mit der quotierten Gleichmacherei doch noch klappen würde. Anbei mein Leitfaden „In vier Schritten zur ultimativen Gleichberechtigung!“:

Montag, 7. Februar 2011

Bayern macht’s vor: Saufen und Schunkeln im Dienste der Integration.

Wir leben in einer Zeit tiefgreifender historischer Umbrüche. Es brodelt nicht nur in Ägypten, in der Regierung oder gar in Dioxin-verseuchten Hühnerställen, sondern neuerdings auch im Himmel der Bayern. Vorbei sind die Zeiten der bayerischen Gemütlichkeit, die nicht nur in bierseliger Ekstase und urtümlicher Wirtshauskultur wurzelte, sondern gleichsam den goldenen Hopfensaft als identitätsstiftendes Merkmal begriff. Denn das Jahr 2011 beginnt mit einer beängstigenden Hiobsbotschaft: Die Einwohner Bayerns konsumieren weniger Bier! Galt der Freistaat über Jahrhunderte hinweg noch als Multi-Kulti-resistente Bastion der Religiösität, so droht er nun zu einem Sammelbecken Mineralwasser-trinkender Apologeten zu verkommen. Und das in einem Land, welches überwiegend von gestandene Mannsbildern bevölkert wird, die laut Beckstein’scher Lehre nach zwei Maß Bier noch Auto fahren können.