Mittwoch, 22. Februar 2012

We love to appease you!

Haben Sie morgen eigentlich schon was vor? Falls nicht, so könnten Sie zum Beispiel am „Tolerance Day“ teilnehmen, der praktischerweise nicht auf der Straße, sondern auf Pro Sieben stattfindet. Sinn der Sache ist, den Zuschauer „mit Dokumentationen, Reportagen, Tests und Spielfilmen für das Thema“, also Toleranz, „zu sensibilisieren“. Der Sender will damit insbesondere junge Menschen „zum Nachdenken über Vorurteile anregen“, weshalb das Ganze wohl auch mit zweifellos erfrischenden Herrschaften in „hippen“ Klamotten garniert wird. Eine nette Idee also, gegen die auch rein gar nichts einzuwenden wäre – wenn, ja, wenn Pro Sieben da nicht einen dummen Fehler gemacht hätte, der auch mit sehr viel Toleranz kaum nachvollziehbar ist.


Samstag, 11. Februar 2012

Ruprecht Polenz antwortet ...

... nur bedauerlicherweise nicht auf die Frage, die man ihm eigentlich gestellt hat. Denn seit gestern erkundigen sich doch tatsächlich einige Leute auf seiner Facebook-Seite danach, ob es stimmt, dass er das hier

"Irena Wachendorff: Polenz hat mir gestern am Telefon gesagt...Jenny ist jobmässig am Ende! Welche seriöse Zeitung nimmt sie, wenn einmal ihr Name ergoogelt würde....Jenny steht das Wasser bis zum Hals!"

seiner Lieblings-Friedensaktivistin am Telefon geflüstert haben soll. Daraufhin herrschte bis vor ein paar Stunden tiefstes Schweigen. Vermutlich musste der Ex-Generalsekretär vorher noch mit Frau Wachendorff telefonischen Kriegsrat halten, bevor er sich entschied, das hier verlauten zu lassen:

Freitag, 10. Februar 2012

Herr Polenz, die Friedensaktivistin - und ich?

Oder auch: Des Rätsels Lösung?

Was macht mein Lieblings-MdB Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses und Ex-Generalsekretär mit kurzer Haltbarkeit, eigentlich, wenn er nicht gerade sein Antisemiten- und Terroristenstadl auf Facebook betreut? Nun, er unterstützt den arabisch-jüdischen Kindergarten „Ein Bustan“ in Israel, der es ihm so sehr angetan hat, dass er ihn neulich auf seiner Nahost-Friedensmission höchstpersönlich besuchte, anstatt sich mit der atomaren Bedrohung durch den Iran zu befassen. Zumindest vorgeblich. Denn eigentlich scheint Herr Polenz gar nicht so sehr den besagten Kindergarten, sondern vielmehr die Remagener Friedensaktivistin, Lyrikerin und Berufsjüdin Irena Wachendorff zu unterstützen, die rein zufällig auch noch erste Vorsitzende des deutschen Ein-Bustan-Fördervereins (e.V. in Gründung!) ist. Diese wiederum fällt allerdings weniger durch ihre Gedichte oder außerordentliche Friedensarbeit, sondern vielmehr durch den Umstand auf, dass sie sich bereits seit Jahren pausenlos von Antideutschen, sogenannten Rechtspopulisten, „rechtsextremen Juden“ und generell allen, die Israel irgendwie verbunden sind, verfolgt und bedroht fühlt. Damit bringt sie ungefähr alles mit, um Herrn Polenz bei seinem Kampf gegen „Israelergiker“ (das sind Leute, die Qassam-Raketen aus Gaza nicht so prickelnd finden) als Beraterin oder auch Handlangerin – das ist bis jetzt noch nicht bekannt - zur Seite zu stehen. Und vielleicht auch noch für ein bisschen mehr, wie die folgende Geschichte zeigt.

Dienstag, 7. Februar 2012

Arsen und Spitzenhäubchen


Oder auch: Wie unterstützt man eine Friedensaktivistin, einen Kindergarten und Ruprecht Polenz?

Was haben eigentlich ein arabisch-jüdischer Waldorfkindergarten in Israel, eine paar durchgeknallte Hausfrauen sowie MdB Ruprecht Polenz mit meinem Make-Up, der Steuernummer meiner Mutter und vermeintlichen Arsen-Vergiftungen zu tun? Nun, auf den ersten Blick freilich nichts. Doch ein kurzer Ausflug in die wunderbare Gedankenwelt der deutschen "Ein Bustan"-Friedensfront beweist das Gegenteil.
Dort gab es nämlich neulich mal wieder den üblichen Knatsch. Irena Wachendorff (1. Vorsitzende von Ein Bustan Deutschland e.V.i.G.) fühlte sich angesichts der unzähligen Verleumdungen, die ich angeblich über sie und "ihren" Kindergarten verbreiten soll, arg geschwächt. Dass ich von diesen Verleumdungen bis heute nichts mitbekommen habe, spielt vorerst keine Rolle. Die Friedensaktivistin forderte jedenfalls Unterstützung, auch für den Kindergarten. Daraus resultierend entstand geradezu eine Welle der Solidarität, wobei sich ein paar phantasiebegabte Hausfrauen eine lustige Geschichte über den nebulösen „Pyka-Clan“ ausdachten. Auszüge aus diesem überaus empfehlenswerten „Munich Murder Mysteries“ - Epos lesen Sie hier:


Klaus Kufner antwortet ...

... und zwar wie erwartet, das heißt, ohne Antwort auf die entscheidende Frage. Sehen Sie selbst:

Meine Prognose: "Nun wird Herr Kufner natürlich sagen, all das sei frei erfunden, es handele sich hier lediglich um eine FPÖ-Verschwörung gegen ihn, den Kämpfer für den Frieden und die Kinder. Plausibel, denn in Österreich scheint tatsächlich alles möglich zu sein. Allerdings muss man sich dann doch fragen, warum Kufner nie juristisch gegen diesen Artikel vorging – z.B. in Form einer Verleumdungsklage, einer Abmahnung, einer Gegendarstellung oder ähnliches. Stattdessen packte Herr Kufner nämlich kurz nach Erscheinen der Reportage seine sieben Sachen und verließ Österreich schleunigst in Richtung Rügen, kandidierte dort zwischenzeitlich für die PDS und betreibt nun als inoffizieller Ein Bustan - Embassador erneut eifrig Friedensarbeit."

Sonntag, 5. Februar 2012

Klaus Kufners Lehrjahre


Lange habe ich nichts mehr von der nationalen Friedensfront rund um den arabisch-jüdischen Waldorfkindergarten „Ein Bustan“ gehört. Keine Anrufe von der „Frankfurter Rundschau“, keine lustigen Blogartikel, nix, nada, niente. Zumindest, bis vor einigen Tagen der Antisemitismus-Forscher und Hobby-Detektiv Klaus Kufner aus Rügen bei mir anrief . Dabei teilte er mir auch mit, er würde demnächst einen Artikel über meine  angeblichen „Verbindungen ins rechtsextreme Lager“ (= zwei Verlinkungen in islamkritischen Foren zu meinem Blog)  in seiner eigenen Qualitätszeitung „MV Times“ publizieren.  Einzig: Wer war nochmal Klaus Kufner? Und wer ist der Mann eigentlich wirklich?

Bye bye, liebe Antifa!

Jetzt mal Tacheles: Die Antifa ist irgendwie auch nicht mehr das, was sie mal war. Einst verkörperte sie das gute Gewissen der „Nie wieder“-Gesellschaft, ging auf die Straße und „zeigte Gesicht gegen rechts“. Heute hingegen sitzt sie mit dem Mac auf dem Sofa und fantasiert sich liebevoll einen imaginären Feind herbei, der sich in der Regel nicht durch das Tragen von Glatzen und Springerstiefeln, sondern lediglich durch eine nicht Antifa-konforme Meinung auszeichnet. Dennoch Grund genug für den engagierten Gegen-rechts-Kämpfer, dessen digitales Tun aufs Schärfste zu überwachen und zuweilen umgehend zu sanktionieren.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Diekmann, der Rubikon und die Zwerge

Am 23. Juni 2012 feiert die „Bild“-Zeitung 60. Geburtstag – und ganz Deutschland soll mitfeiern. Deshalb wird das Blatt nämlich an diesem Tag frei Haus und gratis an alle Haushalte der Bundesrepublik, also insgesamt 41 Millionen, verteilt. Darüber kann man sich freuen, oder man lässt es. Eigentlich. Denn im Internet fühlt sich so manch einer durch diese Aktion enorm belästigt, weshalb das UnBILDungs-Bürgertum in diversen Kommentarspalten, Blogs und Foren bereits zum Zwergenaufstand bläst.

The Pest of Polenz II

Schon wieder gibt es erfreuliche Neuigkeiten von Ruprecht Polenz, dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses. Nun will er gemeinsam mit seinem Expertenteam für jüdische Angelegenheiten gegen Judenhass kämpfen. Auf seiner Facebook-Pinnwand verlinkte er deshalb kürzlich einen SPIEGEL-Artikel zum neuen Antisemitismus-Bericht und schrieb dazu:

„Ruprecht Polenz: Nicht Wegschauen und Weghören! Zivilcourage ist gefragt. Wir alle sind gefordert, jeder Form von Antisemitismus entgegenzutreten.“

Daraufhin muss Herrn Polenz wohl irgendwas wichtiges dazwischen gekommen sein – jedenfalls legte er offenbar ausnahmsweise eine kurze Facebook-Pause ein. Vielleicht hatte der Gesandte der PA angerufen und ihm neueste Erkenntnisse zur Hasspredigt des Muftis mitgeteilt? Oder recherchierte er gar erneut hinsichtlich der „Authentizität“ des Blogs der israelischen Botschaft? Man weiß es nicht. Jedenfalls muss es dringend gewesen sein, denn sonst hätte Herr Polenz doch sicher Zivilcourage gegen den Antisemitismus gezeigt, der in Reaktion auf diese Statusmeldung von seinem treuen Fanclub produziert wurde: