Über gendersensibles Rhetoriktraining – ein Erfahrungsbericht

Neulich war ich seit langem mal wieder in der Uni. Allein das ist schon eine Meldung wert, da ich in drei Jahren Politikwissenschaft-Studium mehr durch taktische Absenz als durch Engagement und übereifriges Mitschreiben auffiel. Sollte ich die Bildungsanstalt also doch wider Erwarten durch meine Anwesenheit bereichern, dann muss sie mir auch wirklich was bieten. Zum Beispiel ein gendersensibles Rhetorik-Seminar, das kürzlich im Rahmen meines Praxis-Moduls angeboten wurde. Nun versprach ich mir durch solch eine Veranstaltung zwar keine neuen Erkenntnisse, denn schließlich hatte ich nach fünf Semestern Kommunikationswissenschaft im Nebenfach – ungefähr ebenso überflüssig wie Gender-Dingens – schon hinreichend Erfahrung mit Pseudowissenschaften gesammelt. Dafür erschien mir der Entertainment-Faktor allerdings recht hoch, zumal ich noch nie zuvor eine waschechte Feministin getroffen hatte und dies nun unbedingt nachholen wollte. Außerdem riet uns die Dozentin, deren Organisationsgeschick wir dieses Spektakel letztlich zu verdanken hatten (denn die Rhetoriktrainerin von heute hat offenbar einen genauso vollen Terminkalender wie Angela Merkel), eindrücklich zur Anwesenheit. Speziell die StudentINNEN sollten demzufolge erscheinen, denn es sei ja nun kein Geheimnis, dass Frauen ihren männlichen Kollegen rhetorisch dramatisch unterlegen sind. In der dazugehörigen Rundmail hieß es dann auch nochmal: „Sie sollten sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Andere Leute zahlen für solch ein Rhetoriktraining viel Geld, Sie bekommen es gratis!“. Ähnlich würde man wohl auch den Wehrdienst beim Bund bewerben, aber das nur am Rande.

Und so folgen wir – insgesamt fünfzehn Studierende, davon gerade mal fünf junge Herren, die offenbar sonst nichts besseres zu tun hatten - dem Ruf des Binnen-I. Die kompetente Rhetoriktrainerin selbst, nennen wir sie Frau Lustig, scheint uns in Sachen Motivation dramatisch überlegen. Während wir unsere obligatorischen Namensschildchen basteln, versucht die im geschlechtsneutralen Hosenanzug verpackte Frau Lustig, ihren Mac mit dem störrischen Beamer in Einklang zu bringen (immer wieder eine Herausforderung). Dabei verspricht sie den „Studentinnen und Studenten“, Ängste und Phobien vor Vorträgen aller Art heute (das Seminar an sich dauerte allerdings nur drei Stunden) im Nichts verschwinden zu lassen. Zweifellos ein utopisches sehr mutiges Vorhaben. Und schnell wird mir auch klar, dass Sätze ohne Binnen-I oder Floskeln wie „Lieschen Müller“ die Autobahn der lustigen Feministin sind.

Zum sanften Einsteig (schließlich war es 10 Uhr, also eine für Studenten unzumutbare Zeit) dürfen wir uns erstmal zwei Youtube-Videos angucken: Zunächst der smarte Prof. Harald Lesch, der im Lanz’schen Stuhlkreis über Außerirdische philosophiert, danach eine hysterische Feministin, die irgendwas über Quoten ins Mikro plärrt und dabei ständig Gleichheit mit Gerechtigkeit verwechselt. Sinn der Sache ist, die rhetorischen Fähigkeiten beider Persönlichkeiten zu vergleichen. Das Schweigen im Hörsaal erregt mein Mitleid, also melde ich mich gütiger Weise zu Wort. Jedoch ist mein Einwand, wonach die Radikalfeministin – ganz im Gegensatz zu Harald Lesch - weder von Inhalten noch Selfmarketing oder gar Rhetorik große Ahnung zu haben scheint, nicht unbedingt das, was Frau Lustig erwartet hatte. Abschätzig mustert sie erst mich, dann mein kurzes Kleidchen, um mir zu erklären, dass die Dame keineswegs Radikalfeministin, sondern Frauenrechtlerin sei und nicht zuletzt auch für mein Wohl kämpfe. (Was ich zwar für unwahrscheinlich halte, aber gut.) Nach weiteren Minuten der Stille einigt sich Frau Lustig darauf, dass Harald Lesch vielleicht wirklich der bessere Redner, dafür aber ein Dummkopf sei, schließlich hätte die Frauenrechtlerin ja die besseren Argumente. Und das – also die männliche Überlegenheit trotz inhaltlicher Wertfreiheit – müsse endlich bekämpft werden.

Zu diesem Zweck verwandelt die geübte Rhetorikerin den Hörsaal kurzer Hand in eine Freud’sche Couch und setzt zur sogenannten „Transaktionsanalyse“ (offenbar das Mittel zur vollständigen Angleichung Gerechtigkeit) an. Wir lernen also den Unterschied zwischen dem dominanten „Eltern–Ich“, dem idealen „Erwachsenen–Ich“ und dem devoten „Kinder-Ich“. Dabei neigen Frauen angeblich zum Kinder-Ich, Männer hingegen zum Erwachsenen-Ich, was freilich eine Katastrophe ist, die nur durch Anpassung der Frau in Richtung Eltern-Ich entschärft werden kann. Und während Frau Lustig also die selbst verschuldete Unterjochung der Frau durch den bösen Mann bemängelt, entgeht ihr offensichtlich, dass die von ihr anvisierte Gerechtigkeit eigentlich nichts weiter als schnöde Gleichmacherei ist. Diesen Denkfehler demonstriert sie dann nochmal eindrücklich im Rahmen der nächsten Lektion, die an Schwachsinn kaum zu überbieten ist. Im Brustton der Überzeugung heißt es nun, dass tiefere Stimmen mehr Respekt verschaffen als höhere – oder, kurz übersetzt: Frauen mit hoher Stimme sollen gefälligst mal tiefer, also männlicher, sprechen, wenn sie eine Gehaltserhöhung wollen. Dass eine höhere Stimme, ebenso wie die Gebärmutter, bei Frauen dank spezifischer Hormone nun mal da ist und auch immer da bleiben wird, interessiert sie nicht. Gender Mainstreaming mutiert zur Waffe gegen Biologie und Evolution, wobei die Frage einer Kommilitonin, wie man denn nun zu einer tieferen Stimme gelangt, unbeantwortet bleibt. Meinen Vorschlag, man könne es ja mal mit Kettenrauchen und viel Whiskey versuchen, findet Frau Lustig jedenfalls ganz und gar unlustig.

Und so schwurbelt sich die Feministin von einer abstrusen Strategie zur nächsten, nicht jedoch, ohne nebenbei ein paar äußerst wertvolle Hinweise („Vermeiden Sie Missverständnisse! Fragen Sie nach! Verzichten Sie auf Füllwörter!“) einzustreuen, auf die man ohne Frau Lustig natürlich nie gekommen wäre. Zwischendurch gibt’s noch ein bisschen Gruppenarbeit, wobei wir das Gelernte im Gespräch mit unseren Sitznachbar_Innen anwenden sollen – was nur keiner tut.

Nach drei Stunden, vollgepackt mit umständlichen Binnen-Is und feministischen Weisheiten, folgt endlich die lang ersehnte Kür: „Liebe Studentinnen und Studenten, gibt’s noch Fragen?“ Ja, die gibt’s. Zum Beispiel erkundige ich mich, ob eine mühselige Verstimmung, kombiniert mit dem dominanten Erwachsenen-Ich, denn wirklich in jeder Situation hilfreich sei, oder nur bei Vorträgen und Verhandlungen. Frau Lustig reagiert empört, schmettert mir ein „Auf jeden Fall immer!!“ entgegen und wundert sich, wie ich überhaupt auf solch eine Frage komme. Nun ja, vielleicht sei es als Frau auch hilfreich, bei einer Autopanne lieber weibliche Hilflosigkeit statt knallharten Feministen-Slang, der den freundlichen Helfer nur abschrecken würde, anzuwenden? Nein, niemals, meint Frau Lustig. Dass es Situationen gibt, in denen reine Weiblichkeit – z.B. ein charmanter Augenaufschlag als Appell an den männlichen Beschützerinstinkt, wobei Männer diesem zuweilen sogar gerne Folge leisten – hilfreicher als das viel gepriesene Erwachsenen-Ich ist, hält die Rhetoriktrainerin für ausgeschlossen. Und wenn Männer eines Tages Kinder bekommen könnten, fände sie das vermutlich auch ganz klasse.

Zum Schluss verabschiedet sie uns mit einer bahnbrechenden Erkenntnis, zu der wir wohl auch gelangt wären, wenn wir an diesem Tag ein paar Stunden länger im Bett anstatt gemeinsam mit Frau Lustig verbracht hätten: „Vergessen Sie nicht: Sie haben die Chance, Gespräche zu gestalten, ganz egal ob Mann oder Frau!“ In der Tat. So verlasse ich also den Hörsaal, bitte einen freundlichen Passanten in glasklarem Kinder-Ich, mir beim Ausparken zu helfen, wimmele danach im aggressiven Erwachsenen-Ich einen unliebsamen Anruf ab und freue mich darüber, dass es einigen Menschen trotz Krise offenbar noch gut genug geht, um viel Geld in gendersensibles Rhetoriktraining zu investieren.




Kommentare:

  1. Es gibt da einen Soziologie-Leidensgenossen mit dem Namen Gideon B., der seine zerebrale Fitness trotz Studiums aufrechterhalten konnte.

    Ihnen wird das voraussichtlich auch gelingen.

    Gähn, einen Blogeintrag war das aber nicht wert, oder?

    MFG
    Wb

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  2. mu-hahaaaa-uaaaaah!
    issja guet ----
    danke, lach-lach am sonntag!
    jan

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  3. Nur 2 Geschlechter machen keine Vielfalt. Sie sind wohl ein besonders typisches Frauenexemplar da Ihnen die Gleichmacherei innerhalb der Frauenkategorie nichts ausmacht.

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  4. @Wb: Na, man kann nicht jeden Tag die Welt retten. ;) Zudem halte ich diese Gender/Radikalfeminismus-Ideologie durchaus für kritikwürdig. Zum einen, weil sie so putzig daher kommt und unwissenden Frauen suggeriert, man kämpfe für die gute Sache. In Wirklichkeit verbirgt sich dahinter allerdings nichts anderes als ein kollektivistisches bzw. marxistisches Weltbild. Zum anderen ist z.B. die Quote ein herber Schlag ins Gesicht all jener Frauen, die sich hart hoch arbeiten und zum Dank dafür dann das Etikett "Quotenfrau" verpasst bekommen. Und darüber hinaus ist es unverantwortlich, sowohl Gender Studies an Unis zu subventionieren, als auch Steuergeld dafür zu verschwenden: http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/gleichstellung.html

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  5. Yup, Kulturmarxisten!

    Ansonsten: Irgendwie muss ja an doitschen Unis kommuniziert werden, dass und warum Frauen möglichst wenige Kinder bekommen sollen.
    Bei einer um 1/3 zu geringen Geburtenrate pro Frau kommt es in wenigen Generationen zum völligen Austausch...

    Oder war das jetzt off-topic?
    ;)

    MFG
    Wb

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  6. Amüsant wie immer, das freut den/die/das Björn_In. Allerdings hoffe ich doch sehr, dass das nicht alles ist, was Student_Innen heutzutage lernen. Genug gequasselt, muss jetzt auch erstmal die/der/das Welt_In retten. XD

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  7. Kommt diese Art Feminismus bei Deiner Generation eigentlich ueberhaupt an? Oder findet Ihr das eher peinlich?

    Und noch etwas zur feministen Sprache: http://andreasmoser.wordpress.com/2010/10/03/liebe-terroristinnen-und-terroristen/

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  8. Schmeiß die Politik hin.
    Mach Publizistik.
    Schreib intelligente Bücher.
    Das Zeug dazu hast du.

    gez. Der künftige Lektor

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  9. Mein Güte, bin ich froh, dass mein politikwissenschaftliches Studium schon ein paar Tage her ist.

    Unsere gesamte Gesellschaft ist ein Irrenhaus voller Patienten, deren Geisteskrankheit darin besteht, sich für Psychiater zu halten, die folgerichtig das Normale für pathologisch und das Pathologische für normal erklären; aber die Universitäten sind offenbar noch einmal ein spezieller Trakt dieses Irrenhauses, der Tummelplatz für die unheilbaren Fälle. Du hast mein aufrichtiges Mitgefühl dafür, dass Du es an einem solchen Ort aushalten musst, und ich wünsche Dir, dass Du Dein Studium auch weiterhin unbeschadet überstehst.

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  10. Ich muss ja zugeben ich wäre gerne dabei gewesen.

    PS: das alte Blogdesign war schöner.

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  11. Liebe Jennifer,

    dieses Unverständnis für die gute Sache des Feminismus macht mich jetzt aber gaaanz doll betroffen!

    Natürlich brauchen wir mehr Feminismus!

    Ich fühle mich als Frau immer voll ausgegrenzt und diskriminiert. Wenn ich nur wüßte, woran das daran liegt...
    Etwa daran, daß ich als männliches Wesen geboren wurde, wo ich doch sooo Frau sein möchte? Daran, daß ich lesbisch bin (Ich steh nun mal nur auf Frauen)? Daran daß ich den Fetisch "Männerklamotten tragen" habe? Oder etwa nur weil mein Aussehen nicht dem Klischee entspricht, wie eine Frau auszusehen hat? Das ist alles so ungerecht!

    Ich fordere Geld für meine persönliche Frauenforschung!

    Gruß, H_W

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  12. Ein schöner Beitrag zum Schmunzeln. Diese Quatschveranstaltungen sind doch das eigentlich schöne am Studium und im Gegensatz zu einem Abend im Kabarett auch noch kostenlos.
    Glaubt bei Euch eigentlich jemand ernsthaft an diesen Kram oder gab der Saal Dir stillschweigend Recht?

    Manchmal sind die privaten den GEZ-Kanälen einiges voraus:
    http://www.prosieben.de/tv/switch-reloaded/video/clip/206074-tatort-feministin-1.2852154/ xD

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  13. Lustig, dass Männer/Frauen ohne Anspruch auf Gleichmacherei oftmals irgendwie "männlicher" argumentieren als Feminist_innen.

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  14. Liebe Jennifer,

    vielen Dank für Deinen hinreißenden Artikel. Ich konnte nachfühlen und habe sehr über Frau Lustig gelacht.


    Viele Grüße

    Dominik

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  15. @Jennifer nathalie ((("Zum anderen ist z.B. die Quote ein herber Schlag ins Gesicht all jener Frauen, die sich hart hoch arbeiten und zum Dank dafür dann das Etikett "Quotenfrau" verpasst bekommen.")))

    1) Der Begriff "Quotenfrau" ist viel zu milde. "Quotenf*tze" trifft es eher, weil ja nicht das Weibliche/das Frau-Sein der ausschlaggebende Faktor bei der Beförderung/Einstellung ist, sondern allein der Besitz einer Vagina.

    2) Du übersiehst den wichtigsten Aspekt: Männer werden durch die F*tzen-Quote aktivst diskriminiert. Dass da einige Frauen Angst haben als "Quotenf*tzen" tituliert zu werden ist völlig nebensächlich. Ich sehe also, dass auch du (obwohl du so einen brillanten Blog hast) schon die linksextreme Propaganda des Viktimologie-Feminismus geschluckt hast, wonach vor allem Frauen Opfer sind.

    3) Die widerwärtige Femastase, die du "Frau Lustig" nennst, ist nicht zum Schmunzeln, sondern Teil des männerfeindlichen Matriarchats, in dem wir leben. Deshalb bin ich enttäuscht von dir, dass du, trotz deiner hervorragenden rhetorischen Fähigkeiten (wie man an deinem Blog sieht) ihr nicht mehr Kontra gegeben hast.

    Du bist eben feige, wie die meisten Frauen, und ein Beweis dafür, wie selbst kluge+geistreiche (und offensichtlich attraktive) Frauen Männern nie beistehen würden. Es sind immer die Männer, die für Frauen an die Front gehen, Frauen sind nur hilfsbereit in wohltemperierten Zimmern ("Wohnzimmer-Heldinnen").

    Mit deinem Blogeintrag und deinem Kommentar schwächst du zwar die Ansicht ab, dass Frauen humorlos sind, bestätigst aber, dass Frauen wertlos sind.

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  16. also das ist mir jetzt ein bißchen zu blöde ! Wenn die Sie nicht auf die Schiene von Frau L. einsteigt hat Sie recht - wozu wertvolle Energie an solche Vollpfosten verschwenden. Frau L. ist sicher nicht mehr lernfähig - und an der jungen Generation von Frauen schätze ich durchaus das sich etliche über diesen Mist nur noch lustig machen.

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  17. ' ... bei einer Autopanne lieber weibliche Hilflosigkeit statt knallharten Feministen-Slang ...' - starke Frauen sind nicht hilflos, sondern überlegen und helfen sich bei einer Autopanne stets selbst! Außerdem sind an Autopannen immer Männer schuld, denn die bauen schließlich diese unzuverlässigen Kisten.
    Wir Frauen würden nur pannenfreie Autos bauen, wenn wir nicht von patriarchalen Kerlen daran gehindert würden. Nirgendwo gibt es Quoten für Altölwechslerinnen!

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  18. Liebe Autorin,

    ein genialer Beitrag! Ich habe mich köstlich amüsiert, obwohl es eigentlich eher trairig ist. An unserer Hochschule ist der Gender-Wahn-Alltag. Da würde ein solches Seminar nicht auffallen.

    Nur ein Hinweis zu Ihrem Text: Auch Sie verwenden den Begriff "Studierende". Das ist DER Kampfbegriff der Gender-Irren schlechthin.

    Mit diesem Begriff sollte versucht werden, ob es möglich ist, die Sprache der Menschen zu manipulieren, ohne, dass sie es merken. Und sie sehen: Es hat funktioniert.

    Fast jeder verwendet heute diesen Begriff und keiner hat gemerkt, dass es ein erst wenige Jahre alter Kunstbegriff ist.

    Warum? Nun - wer die Sprache beherrscht beherrscht das Denken.

    So - ich muss leider abbrechen.

    Nochmals alles Gute und vielen Dank für den lustigen Text - auch wenn mir beim Thema Gender allmählich das Lachen vergangen ist.

    Herzliche Grüße

    Sven

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  19. Sehr nett geschriebener Blogeintrag.
    Amüsant. Freu mich drauf mehr zu lesen.

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  20. Sehr geehrter Blogger vom Frauenhausblog,

    Ihre Argumentation beginnt mich zu überzeugen, was für Ihre Weisheit spricht. Nicht jeder kann Auchndepp überzeugen!

    Doch noch ein paar Anmerkungen oder Nachfragen:
    Quotenfotze erscheint Ihnen angebrachter als Quotenfrau, weil der Besitz einer Vagina für Quoten wesentlicher ist, als das Frau-Sein an sich. Bisher dachte ich, dass Frauen auch im Besitz einer Vagina sind und umgekehrt NUR Frauen im Besitz einer Vagina sind. Sie haben also offensichtlich sogenannte Zwischengeschlechter im Blick und befürchten, dass diese sich eine Quote quasi unberechtigt aneignen.
    Eine Vagina kann man sich nun tatsächlich auch anoperieren lassen, auch als Mann. Ihre Befürchtungen sind also berechtigt, lassen sich jedoch durch Ihren Vorschlag nicht lösen. Wie wäre es stattdessen mit dem Begriff „Quoteneierstock“ - oder ist Ihnen dieser nicht herabwürdigend genug? Das dürfte kein Problem sein, denn in Ihrem Block lese ich, wie sehr Ihnen die „natürliche“ Würde der Frau am Herzen liegt, die natürlich NUR in deren Mutterschaft (leider ist diese tatsächlich NUR durch eine Vagina herzustellen) begründet ist. Deshalb haben Sie doch sicher niemals die Entwürdigung der Frau im Sinne – auch wenn diese (die Frau) ja keinen Wert hat.
    Auch Quoteneileiter oder Quotengebärmutter wären noch denkbar. Wenn Männer aufgrund ihrer Männlichkeit einen Job bekommen wäre Quotenschwanz dann der entsprechende Ausdruck oder Quotenhoden (bitte nicht Quotenvorhaut – sie wissen warum!)

    In Punkt zwei beweisen Sie, wie die linksextreme Propaganda schon die Bloggerin infiziert hat, weil sie die tatsächliche Opferschaft des Mannes nicht erkannt hat. Ich sehe tatsächlich, dass Sie hier den Begriff „Frau“ verwenden, anstatt bei Fotze zu bleiben. Deutet das nicht darauf hin, dass Sie vielleicht ein U-boot von Alice Schwarzer sind und auch schon feministisch indoktriniert?

    Ihrer Enttäuschung im Punkt 3 möchte ich mich anschließen. „Frau Lustig“ als Begriff zu verwenden anstatt Natter oder Otterngezücht ist nun wirklich beschämend. Frau Nathalie hätte hier viel mehr Beleidigungen verwenden sollen. Nur wer beleidigt, ist im Recht. Satire ist hier völlig fehl am Platz. Auch ich hasse Satire! Die Welt kann nur ehrlich sein, wenn wir alle im Gefängnis oder in einer Heilanstalt sitzen wie ich. Die Lügner und Heuchler sind dann die Wärter. Wollen Sie die Zelle neben mir?

    Die Feigheit dieser Frau Nathalie kann auch nur ein Beweis sein, dass Frauen ausschließlich wertlos sein können. Sie kann schlecht etwas Positives abliefern, wenn sie eine Frau ist. Das ist Ihnen brillant gelungen zu entlarven. Jeder Mann ist wertvoll qua Geschlecht, jede Frau wertlos! Was sind schon Frauen wie Mutter Theresa, Hildegard von Bingen, Marie Curie usw. gegen Glanzlichter der Evolution wie Mao, Idi Amin, Gadafi usw.

    Nein, es ist falsch, die Menschheit in gute und schlechte Menschen, kluge und unkluge, intelligente und Blogger einzuteilen, nur die Einteilung in Frau und Mann ist richtig und wichtig – auch wenn wir das vom Feminismus gelernt haben sollten.

    Ihr Josef Auchndepp: http://auchndepp.blogspot.com

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  21. Und ich dachte, wir hätten wirklich Probleme in unserer Welt. Vielen Dank, dass Du mir gezeigt hast, wie gut wir es doch haben!

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  22. @Josef Auchndepp ((("Doch noch ein paar Anmerkungen oder Nachfragen: Wie wäre es stattdessen mit dem Begriff „Quoteneierstock“ - oder ist Ihnen dieser nicht herabwürdigend genug?")))

    Der Grund, warum ich Quotenf*tze bevorzuge ist der folgende: Eierstöcke gibt es zwei. Wenn bei 100 Mitarbeitern eine 30%-ige Frauenquote etabliert werden soll, dann weiß man bei der "F*tzenquote" dass es 30 sein müssen, bei der "Eierstockquote" ist aber unklar, ob es auch 15 sein könnten.

    Deshalb bin ich auch gegen den Begriff "T*ttenquote" oder "Eileiterquote", obwohl "Eileiter" wegen des Wortbestandteils "leiter" eigentlich dafür prädestiniert wäre, ein Synonym für "weiblicher Boss" zu werden.

    Sollten jemals Männer per Quote befördert werden, so würde ich den Begriff "Prostataquote" wählen, wegen des Wortbestandteiles "Vorsteher".

    @Josef Auchndepp ((("Was sind schon Frauen wie Mutter Theresa, Hildegard von Bingen, Marie Curie usw. gegen Glanzlichter der Evolution wie")))

    Mutter Theresa = Todesengel von Kalkutta. War nach eigenen Angaben von Dämonen besessen, und hat sich katholischen Exorzismen unterzogen.

    Marie Curie = Nobelpreisträgerin, hat zusammen gearbeitet mit ihrem Mann, einem Wissenschaftler, der auch den Nobelpreis bekam. Ich habe keinen Zweifel, dass Frauen in Zusammenarbeit mit Männern irgendwelche Erfolge erzielen können.

    Hildegard von Bingen = Mittelaltervisionärin. Ich finde es gut, dass du uns daran erinnerst, wie selten es berühmte Frauen gibt, so dass du sogar auf das Mittelalter zurückgreifen musst.

    Außerdem ist es interessant wie zwei von deinen *tollen* Frauen, irgendwelche esoterischen Hokuspokus-Tantchen sind, deren Leistungen gelinde gesagt mit Vorsicht zu genießen sind.

    Netter Versuch. Fail.

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  23. Hallo Jennifer Nathalie,

    für deine 21 Jahre hast du schon ziemlich viel kapiert.

    Mit deinem Namen würdest du eine gute Feministin abgeben.

    Als Politikstudentin könnten dich vielleicht diese beiden Texte von mir interessieren:
    http://neuesausdemgenderuniversum.wordpress.com/2011/06/14/sieg-heil/
    http://neuesausdemgenderuniversum.wordpress.com/2011/08/29/ich-bin-rechts/

    Da kannst du sehen, was für Wissenschaft an Universitäten betrieben wird. Und wie paranoid Feministinnen sind.

    Ich teile deine Einstellung zur Universität. Das meiste dort ist ziemlicher Müll. So eine Art Begriffsbillard, wie ich es nenne.

    Oder Abstraktismus. Das Billard-Spiel funktioniert wunderbar solange man es auf dem Spieltisch Universität betreibt.

    Ich würde das Studium als performatives Lernen bezeichnen. Man sollte dort das Beste mitnehmen, aber den Laden nicht allzu ernst nehmen.

    Wenn du diesen ganzen Gender-Wahnsinn noch stärker hinterfragen willst, empfehle ich dir diese Seite, welche ebenfalls auf mich zurückgeht: http://www.gender-ideologie.de

    Inzwischen sind ja auch schon die Naturwissenschaften gegendert.

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  24. Hallo Jennifer,

    zu Deinem Artikel: Prima, ich habe herzlich gelacht!

    zum Kommentar von Sven: Studierender ist kein Kunstbegriff, sondern ein Partizip des Verbs studieren. Im universitären Kontext wird dieser Begriff neuerdings häufig absichtlich falsch verwendet. Eine Person, die an einer Hochschule eingeschrieben ist, ist ein Student (oder, im Falle einer als weiblich bekannten Einzelperson, eine Studentin, die Mehrzahl "Studenten" beinhaltet schon immer die männlichen und weiblichen, so wie das Wort Katzen auch die Kater oder das Wort Elektrofachkräfte auch den männlichen Elektriker mit einschließt), selbst wenn sie gerade schläft oder Alkohol trinkt.
    Wenn ich auf dem stillen Örtchen die Bildzeitung studiere, dann bin ich ein Studierender, obwohl ich schon seit über 15 Jahren von meiner Universität exmatrikuliert bin.
    Über die manipulative Intention, die hinter der falschen Verwendung des Wortes Studierender stecken könnte, sind wir uns einig.

    zum Kommentar von Frauenhaus: Bekanntermaßen veröffentlichen feministische Organisationen wie etwa die Friedrich-Ebert-Stiftung sogenannte Expertisen zum Thema "Geschlechterkampf von rechts". Da sich bei den einschlägigen Männerorganisationen (VAFK, agens, MANNdat) dafür keinerlei Hinweise finden lassen, werden Kommentare aus Blogs und Foren als Stoff für diese "Expertisen" bemüht. So ist es den Zuarbeitern dieser Organisationen ein Leichtes, selbst solche "Gedankengüter" einzustreuen, um Stoff für weitere "Expertisen" zu haben. Ja, liebe Jennifer, auch so funktioniert Feminismus.

    Sorry für den humorlosen Beitrag; ich gelobe hiermit Besserung.

    Grüßle vom Radfahrer

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  25. Tippfehler in meinem vorigen Kommentar:

    So ist es den Zuarbeitern dieser Organisationen ein Leichtes ...

    muss heißen:

    So ist es den Zuarbeitern dieser "Expertisen" ein Leichtes, selbst solche "Gedankengüter" einzustreuen, um Stoff für weitere "Expertisen" zu haben.

    Gruß und sorry, Radfahrer

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  26. Hervorragender Text. Nicht nur inhaltlich, auch stilistisch. Nur weiter so. Schönste Grüße von der Insel Rügen, Klaus Ch. Kufner

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  27. Hervorragender Text. Nicht nur inhaltlich, auch stilistisch. Nur weiter so. Schönste Grüße von der Insel Rügen, Klaus Ch. Kufner

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  28. Nicht nur im Gendersensiblen ist Frau Lustig (aka "Susanne Frölich-Steffen") akademische Weltspitze.

    Sie stellt auch sonst recht gescheite Fragen:

    "Berlusconi, Fortuyn, Schill und Co: Was geschieht mit populistischen Akteuren, wenn sie die angestammte Oppositionsrolle verlassen und sich in Regierungsverantwortung beweisen müssen?"

    Besonders hätte mich ihre Antwort zu Pim Fortuyn interessiert.

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  29. Aus dem Werk zur Persistenz des Gender Gaps: „Daten allein sind nicht in jedem Fall aussagekräftig, eine allzu simple Inzidenzanalyse könnte beispielsweise aus dem empirischen Faktum, dass Frauen in der Regel mehr aus dem öffentlichen Budget ausbezahlt bekommen als sie einzahlen, den Schluss ziehen, dass es keiner weiteren Bemühungen um die Geschlechtergerechtigkeit des Budgets bedarf.“ Prof. Dr. Margareta Kreimer, S. 363) Diesen Satz sollten Sie mal funktional untersuchen! Dagegen ist Gender- Rhetorik noch harmlos!

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  30. Super! Habe endlich mal wieder lachen müssen. Muss übrigens, da ich als Mann ein Modul für die Universität entwickle jetzt auch so ein tolles Gender Training einer Fem. über mich ergehen lassen.... Die ist übrigens der Meinung, dass alle Männer Schläger und Säufer sind. Bin mal gespannt, ob dass auch so eine Lachnummer wird.

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  31. In einem hatte die gute Frau aber recht: Ohne Feministinnen hätten Sie noch nichtmal die Chance gehabt, diesen launigen Artikel zu schreiben. Grund: Sie säßen dann daheim und ganz sicher nicht in einem Seminar an der Uni.

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