Neulich bekam ich äußerst erheiternde Anti-Fan-Post. Der/die/das anonyme Absender/in mit stark ausgeprägter pazifistischer Gesinnung gab sich dabei wirklich alle Mühe, meine etwaige Bosheit in epischer Breite zu belegen. Besonders liebenswert fand ich vor allem die Feststellung, ich sei eine
„menschenverachtende Bellizistin, die das aufopfernde Engagement der zahlreichen Friedensaktivisten torpediert und garantiert eine Bereicherung für Hitler, G.W. Bush und weitere Kriegstreiber dargestellt hätte“.
Ich fand diese E-Mail freilich absolut klasse, denn schließlich trifft man im Alltag (außer beim Kirchentag, den ich allerdings nicht besuche) ja nicht allzu oft auf überzeugte Pazifisten, die gleichzeitig ehrlich sind und noch dazu meine bereits vorhandene Meinung über Friedensaktivisten im Allgemeinen glanzvoll bestätigen. Allerdings, so dachte ich mir, hat ein Dasein als eingefleischter Friedenskämpfer doch auch einige, wenn nicht gar durchaus viele, Vorteile.