Die Meise aus Remagen macht weiter. Polenz auch.

Über Ruprecht Polenz kann man wahrlich vieles sagen, eines darf man ihm jedoch nicht unterstellen: Faulheit. Denn der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses ist in der Tat ein fleißiger Mann. Wenn er nicht gerade das Ansehen sudanesischer Islamisten verteidigt, von einem Interview zum nächsten hetzt und Antisemiten jeglicher Couleur auf seiner Facebook-Seite Asyl bietet, soll er tatsächlich noch im Bundestag erscheinen.

Insofern ist es ihm hoch anzurechnen, dass er bei all dem Stress seine gute Freundin, die über die Grenzen Remagens hinaus als Kostümjüdin bekannte Irena Wachendorff, nicht vergessen hat. Die nämlich hat sich zwar offiziell und auf Anraten „ihrer“ jüdischen Gemeinde, wo sie nur leider kein Mitglied ist, von Facebook verabschiedet, nachdem ihr jüdisches Kalkül plötzlich gar nicht mehr jüdisch war. Inoffiziell hingegen dreht sie dort freilich immer noch ihre Runden. Natürlich nicht unter Klarnamen, sondern mit dem Account ihres mittlerweile verstorbenen Hundes („Moira Wachendorff“), womit ihre bisherige Freakshow eine würdige Fortsetzung erfährt.

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Johannes Ponader in „Das Urheberrecht der Anderen“

Der Pirat als solcher gilt gemeinhin als possierliches Wesen.  In der Regel ist er jung, daher also „erfrischend“, und das rudimentäre Programm gleicht er durch Entertainment via Twitter aus. Vor allem ist er jedoch eins: authentisch! Der Hang zur Doppelmoral ist ihm genauso fremd wie die Zukunft des Euros.

Zu den Piraten, die das besonders glaubhaft demonstrieren, zählt auch deren „politischer Geschäftsführer“ Johannes Ponader.  Der „Gesellschaftskünstler“, 1er-Abiturient und Dauergast in mehreren Studiengängen bewirbt nicht nur seit Jahren das Bedingungslose Grundeinkommen, nein, er lebt es auch! Mal mit Hilfe des Sozialamts, dessen System er aber für „entartet“ hält, und nun durch Spenden. Das ist außerdem insofern authentisch, als der polyamant lebende Politiker damit gleichzeitig den Künstler verkörpert, auf den seine Partei hinarbeitet: enteignet, aber sexy. Dieses Ideal gefällt auch Johannes Ponader, weshalb er dazu auf Twitter verlauten lässt:

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Don’t Cry For Me Bettina

Auf dieser Welt existieren unzählige Anlässe, Dinge und Themen, die Bücher füllen könnten. Das Dasein als „First Lady“ zählt dabei eigentlich zu den interessanteren Aufhängern. Selbst dann, wenn Rotlicht-Anekdoten fehlen, wie es im Werk der nun hauptberuflichen Nicht-Escort-Dame Bettina Wulff der Fall ist.

Die allerdings hält es jetzt ganz anders. Statt auf Politik setzt Bettina Wulff in ihrem Buch offenbar verstärkt auf ihre Leiden als First Lady. Auf Tränen, Magenschmerzen und gerötete Haut. Der Leser erfährt unter anderem, dass das Amt der Frau des Bundespräsidenten zu diesem Zeitpunkt absolut untauglich für Mütter mit kleineren Kindern gewesen sei. Und mehr noch:

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Mao, Che Guevara, Ho Chi Minh – und Osama!

Zu den Feiertagen, die trotz fehlender gesetzlicher Verankerung von immenser Bedeutung sind, gehört zweifellos der 11. September. Während man den Tag hierzulande mit längst lieb gewonnen Ritualen – eine neue „So war es wirklich“-Theorie hier, ein paar „unbequeme Fragen“ dort – begeht, darf natürlich einer nicht fehlen: Osama bin Laden, hauptberuflich Familienvater, nebenbei engagierter Freiheitskämpfer und Bombenbastler der Herzen in deutschen Landen. Vor allem, seit er nicht mehr unter uns weilt.

Sicher, eine gewisse Solidarität war schon damals zu spüren, als Osama im Gegensatz zu seinen 3.000 Todesopfern noch am Leben war und man sich hierzulande mit einem „Geschieht den Amis recht!“ auf den Lippen schadenfroh die Hände rieb. Aber nachdem der Terrorfürst im Mai vorigen Jahres ins Jenseits befördert wurde, war man dann völlig aus dem Häuschen.

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«Und ich möchte hier mal als Jüdin sagen ...»

"Über Irena Wachendorffs Gründe, sich diese Biografie zuzulegen, lässt sich spekulieren, letztlich bleibt es ihr Geheimnis. Es liesse sich als private Extravaganz abtun, wäre sie damit nicht so offensiv an die Öffentlichkeit gegangen – in Schulklassen gab sie «Kindern in ihrer Eigenschaft als ‹Jüdin› und Tochter Überlebender Einblick in das Schicksal jüdischer Familien im 3. Reich» – und hätte sie sie nicht instrumentalisiert, um gegen Israel zu hetzen. Pro-Israel- Aktivisten sind für sie die «Neonazi- Truppen unter den Juden», und über die Hamas sagt sie: «Gäbe man der Hamas die Chance, ohne Gesichtsverlust einschwenken zu können ... Sie würde es tun!» Oder: «... ich sehe mein Ziel noch ferne, da solche Extremisten wie Islamisten und Zionisten diese meine Vision von friedlicher jüdischer Existenz, nicht teilen wollen.» Eifriger Unterstützer Wachendorffs war Ruprecht Polenz, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, auf dessen Facebook-Seite sie mit ihren israelkritischen Statements oft vertreten war."


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Der Jude war's!

Schon wieder ist es so weit: Der Jude hat etwas verbrochen. Genauer gesagt: ein Berliner Rabbiner, der vorige Woche mit seiner kleinen Tochter in Berlin unterwegs war und dabei von vier Arabern erst gefragt wurde, ob er Jude sei, und dann beleidigt sowie krankenhausreif geprügelt wurde. Sein Verbrechen bestand darin, ein lebendiger Jude zu sein, noch dazu aufgrund seiner Kippa deutlich als solcher erkennbar. Das geht freilich zu weit, wo kommen wir denn hin, wenn die Juden hier nicht nur ihre Kinder beschneiden lassen wollen, sondern auch noch eine traditionelle Kopfbedeckung tragen?

Während nun der Regierende Bürgermeister und weitere Amtsträger garantieren, Intoleranz und Hass nicht zu dulden, melden sich schon die ersten Kaffeesatzanalysten zu Wort. Darunter auch Ali Maarous, Chef des Deutsch-Arabischen Zentrums, der den „Vorfall“ zunächst verurteilte, dann jedoch gleich ein passendes Erklärungsmodell anbot:

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Bundestag gibt Antisemiten eine Bühne

Zu den einfühlsamsten Wesen, die sich in Berlin rumtreiben, zählt die Entwicklungssoziologin und Bundestagsabgeordnete Anette Groth (Die Linke). Die hat nicht nur ein Herz für Terroristen, mit denen sie gen Gaza segelte, sondern auch für die palästinensische Knesset-Abgeordnete Haneen Zoabi, die sie an Bord der „Friedensflotte“ kennenlernte.  „Was die Frauen eint, ist ihre Solidarität mit den Palästinensern und ihr Protest gegen die Blockade des Gaza-Streifens durch Israel.“

Zoabi jedoch ist seit dem besagten Terror-Törn in ihrer Heimat Israel einer „Hexenjagd“ ausgesetzt. Ein Fall für Annette Groth, die deshalb vor zwei Jahren eine Patenschaft für Zoabi übernommen hat. Genauer: Eine Patenschaft im Rahmen des „Parlamentarier schützen Parlamentarier“–Programms, dessen Ziel es ist, „internationale Öffentlichkeit für die Lage von Menschenrechtsaktivisten und Oppositionspolitikern zu erzeugen, die verfolgt oder von politischen Repressionen betroffen sind.“

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Wie man richtig neidet

Der urdeutsche Robin-Hood-Mechanismus gehört zu den Dingen, die nie aus der Mode kommen, weil sie immer funktionieren. Ein Blick auf die öffentlich-rechtlichen Gesprächskreise der vorigen Woche genügt da schon. Im Angebot standen „Her mit euren Millionen – drücken sich die Reichen?“ bei Onkel Jauch und „Der Millionär hat’s schwer! Reiche zur Kasse bitte!“ mit Tante Maischberger. Und für das Schmankerl oben drauf sorgte Kanzlerin Merkel, die dem „Handelsblatt“ verriet, dass „Reichtum umzuverteilen ganz wichtig sei“, man allerdings aufpassen müsse, „dass die Reichen nicht alle woanders hingehen, sondern dass noch ein paar Reiche bei uns leben“. Denn: „Das sei die Kunst der Politik.“

Recht hat sie, und mit ihr all die anderen, die gerade die Vorzüge des Umverteilens preisen und dabei um den schönsten Sahra-Wagenknecht-Habitus wetteifern. Recht haben sie natürlich nicht in der Sache, sondern im Ton. Wer ohne geistigen Aufwand größtmögliches Kopfnicken verursachen will, der muss einfach nur höhere Besteuerung der Reichen fordern. Nichts geht über eine gepflegte Neid-Debatte, aus der der Seelenbalsam nur so trieft.

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Warum Feministinnen die schlimmeren Männer sind

Mutter Natur kann manchmal wirklich ein starrsinniges Miststück sein. Da kämpfen Heerscharen an Feministinnen seit Jahrzehnten gegen die Degradierung der Frau zum Objekt an, rufen dafür Studiengänge wie „Feminist Studies“ ins Leben, schreiben ein Pamphlet nach dem anderen, widmen geradezu ihr gesamtes Dasein dem Feminismus, und doch war alles umsonst. Denn nun enthüllen Wissenschaftler, dass Frauen von Männern primär als Objekte wahrgenommen werden! Genauer gesagt, als Sexobjekte, was die Sache natürlich nicht besser macht. So erfahren wir auf „Welt Online“:

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Der Kleingeist ist ein Meister aus Deutschland

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat es wieder mal vermasselt. Während einer Rede im Bundestag leistete sie sich vorige Woche erneut einen Patzer. Beileibe nicht der erste in ihrer Amtszeit. Um den Euro ging es, die Schuldenkrise sowie stabilitätsfördernde Maßnahmen. Doch dann sprach sie plötzlich vom „D-Mark-Rettungsschirm“ – und stapfte damit geradewegs in ein Fettnäpfchen. Nur ein peinlicher Versprecher, oder doch ein beunruhigendes Signal? Vielleicht kann Frau Merkel ja gar nicht zwischen Euro und D-Mark unterscheiden, orakelt es nun in der „Washington Post“, während die „New York Times“ der Kanzlerin die Fähigkeit zum Regieren schon völlig abspricht, die „Daily News“ den nötigen Ernst nicht mehr erkennen kann und das „Wall Street Journal“ schadenfroh eine Liste von Angies dümmsten Ausrutschern erstellt.

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