Die aktuelle Ausgabe des „stern“ ist eine Offenbarung für alle, die
schon immer wussten, dass es trotz Gleichberechtigung nach wie vor
miserabel um die Lage deutscher Frauen
bestellt ist. Unter dem Titel „Der Herrenwitz“ enthüllt die
stern-Autorin Laura Himmelreich schier Unfassbares über den „spitzen
Kandidaten“ Rainer Brüderle und dessen Testosteronhaushalt. Der Tatort:
Eine Hotelbar, wo der FDP-Mann ihr vor rund einem Jahr angeblich auf die
Pelle gerückt sein, dumme Sprüche gerissen und wohl ein bisschen zu
lang in Richtung Dekolleté geguckt haben soll. Ein waschechtes „Gate“
also, das Himmelreich, die praktischerweise Zeugin der Anklage und
Berichterstatterin in einem ist, damit geöffnet hat.
Der/die besorgte Leser_In stellt sich jetzt natürlich Fragen: Hat die Autorin wirklich so lange gebraucht, um dieses Trauma öffentlichkeitswirksam im „stern“ verarbeiten zu können? Oder war es doch die Nominierung Brüderles zum Spitzenkandidaten, die gewisse Erinnerungen weckte? So in etwa. „Eine Geschichte über das ‘neue Gesicht’ der FDP [hat] nun eine andere Relevanz“, vermeldete Himmelreich jüngst auf Twitter; was so klingt, als wäre Brüderle zum Tatzeitpunkt nicht als FDP-Fraktionschef, sondern als Protokoll-Führer des örtlichen Gärtnervereins tätig gewesen. Ob auch das geforderte „Mehr an Zivilisation“ und die Chauvi-Krise an sich heute relevanter als gestern sind, behält sie indes lieber für sich.
Der/die besorgte Leser_In stellt sich jetzt natürlich Fragen: Hat die Autorin wirklich so lange gebraucht, um dieses Trauma öffentlichkeitswirksam im „stern“ verarbeiten zu können? Oder war es doch die Nominierung Brüderles zum Spitzenkandidaten, die gewisse Erinnerungen weckte? So in etwa. „Eine Geschichte über das ‘neue Gesicht’ der FDP [hat] nun eine andere Relevanz“, vermeldete Himmelreich jüngst auf Twitter; was so klingt, als wäre Brüderle zum Tatzeitpunkt nicht als FDP-Fraktionschef, sondern als Protokoll-Führer des örtlichen Gärtnervereins tätig gewesen. Ob auch das geforderte „Mehr an Zivilisation“ und die Chauvi-Krise an sich heute relevanter als gestern sind, behält sie indes lieber für sich.